Geschichte

Details
Die Geschichte des Boxens

3000 v.Chr. - Ägypten: Nachweislich erste Faustkämpfe
900 v.Chr. - Verbreitung im ägäischen Raum
688 v.Chr. - Erster Faustkampf in Olympia
616 v. Chr. - Erste Boxkämpfe für Jungendliche
1512 - Albrecht Dürer schreibt Fechthandbuch
1719 - London: James Figg erringt den Faustkampftitel eines "Meisters von England"
1720 - James Figg begründet die erste Boxschule
1743 - Jack Broughton veröffentlicht die ersten Regeln ("London Prize Rules").
1810 - Erster Kampf um eine Weltmeisterschaft. Sieger ist der farbige Amerikaner Tom Molineaux
1867 - Neues Regelwerk von John Sholto Douglas und John Graham Chambers
1904 - St. Louis: Olympisches Debüt
1912 - Stockholm: Nicht im Olympischen Programm
1920 - Antwerpen: Gründung der Fédération Internationale de Boxe Amateur (FIBA)
1926 - Einführung einheitlicher Rundenzeiten (3 x 3 Minuten)
1930 - Max Schmeling Profi-Weltmeister im Schwergewicht
1931 - Erstmals neutrale Kampfrichter
1946 - London: Neugründung des Weltverbandes (AIBA)
1950 - Einführung neuer Klassen und des Abbruchs beim 3. Niederschlag innerhalb einer Runde
1972 - München: Trefferfläche der Boxhandschuhe ist zum ersten Mal weiß abgesetzt
1984 - Los Angeles: Erstmals Kämpfe mit dem obligatorischen Kopfschutz
1994 - Einführung des Frauenboxens   



Die Anfänge in Deutschland

In Deutschland waren öffentliche Boxkämpfe bis 1918 verboten, obwohl bereits 1881 der Turn- und Fechtmeister Carl Kapell sein Buch „Das Boxen“ veröffentlichte. Schon ab 1899 gab es in Hamburg und später in weiteren Hansestädten unter Einfluss der englischen Schule und Entwicklung die ersten Profikämpfe. Pionierarbeit leistete der in seine Heimat zurückgekehrte Joe Edwards, der 1900 Leichtgewichtsmeister in England geworden war. Schwergewichtler Otto Flint war seit 1911 erster anerkannter deutscher Meister. Bereits 1906 war der Arbeiter-Athletenbund gegründet worden, in dem auch das Boxen gepflegt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg erfuhr das Boxen auch in Deutschland unter maßgeblicher Mitwirkung von ehemaligen Kriegsgefangenen, die Anhänger des Boxsports geworden waren, einen großen Aufschwung. Es entwickelten sich sowohl der Amateur- als auch der Profisport. Ein wichtiger Vorläufer des organisierten Boxsports in Deutschland war der 1912 in Hamburg gegründete Deutsche Box-Verband, der von Gustav Heß geleitet wurde und trotz des noch bestehenden Verbots schon Meisterschaften mit 29 Teilnehmern veranstaltete. Am 5. Dezember 1920 wurde der Deutsche Reichsverband für Amateurboxen (DRfAB) durch Leonhard Mandlar in Berlin gegründet, der Vorläufer des ab 1934 existierenden Deutschen Amateur-Box-Verbandes (DABV). Gleichzeitig mit der Gründung fanden die ersten offiziellen Deutschen Meisterschaften mit 36 Teilnehmern statt. Am 24. August 1 920 wurde auch die erste Internationale Amateurbox Föderation (FIBA) gegründet. Ihr Präsident war der Brite John H. Douglas. Aus der FIBA ging 1945 der heute bestehende Internationale Amateur-BoxVerband (AIBA) hervor.
   
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