Taekwondo: European Universities Games in Lodz / Polen


17.-30.07.2022

Bronze für Robyn BLAKE-RATH

 

An den vom 17.-30. Juli 2022 stattgefundenen European Universities Games in Lodz / Polen nahmen in 20 verschiedenen Disziplinen insgesamt 4459 Athleten von 422 Universitäten aus 38 Ländern teil – für die auf Weltranglistenniveau der World Taekwondo ausgetragene Disziplin Taekwondo auch Robyn BLAKE-RATH und Vadim LORENGEL vom Polizei-SV GMHütte, die sich auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften hierfür qualifiziert und von der Universität Hannover zur Teilnahme nominiert wurden.
Betreut von Taoufik Skandrani als verantwortlicher Taekwondo-Koordinator der insgesamt 17 teilnehmenden deutschen Taekwondo-Athleten, ging Robyn in der mit insgesamt 6 Teilnehmern besetzten Klasse – 67 Kg an den Start, während Vadim in der Klasse – 80 Kg auf 9 Wettkämpfer traf.
Im Viertelfinale traf Robyn auf die Britin Isabelle Whitmore vom University College London. Wenngleich Robyn in der ersten Runde der Begegnung eher zurückhaltend agierte, konnte sie diese jedoch mit durch gezielte Einzeltechniken erlangte Wertungspunkte für sich entscheiden.
Den energischen Angriffen in der 2. Runde konnte Robyn Paroli bieten, durch Kontertechniken punkten und auch diese und somit den Viertelfinalkampf gewinnen.
Im Halbfinale nunmehr ebenfalls gegen eine Britin: Simone Abley von der Northumbria University, die so manch auf Weltranglistenturnieren gesammelte Erfahrungen mit in den Kampf einbrachte.
Durch sich aufgrund Verlassens der Wettkampffläche zugezogene Minuspunkte mußte Robyn die erste Runde ihrer Gegnerin überlassen. In der 2. Runde wesentlich besser auf die Britin eingestellt und selbst Druck ausübend, versuchte Robyn die Wende herbeizuführen, unterlag jedoch letztendlich nach Punkten und mußte ihrer Halbfinalgegnerin den Einzug ins Finale überlassen – Bronze somit für Robyn!
Vadim traf im Viertelfinale seiner Klasse auf den türkischen Nationalkämpfer Muhammed Enes Sahin, welcher von der Marmara-Universität nominiert wurde.
Wenngleich der türkische Athlet gleich anfangs energisch in die Offensive ging, verlor Vadim bei guter konditioneller Form nicht den Überblick und konnte selbst Wertungspunkte erzielen, mußte sich jedoch letztendlich in dieser Runde geschlagen geben.
Bei besserer Grundausdauer konnte Vadim in der 2. Runde Druck aufbauen, ein ums andere Mal Punkte erzielen, in dieser Runde in Führung gehen und diese bis kurz vor Ende der Runde halten. Wenige Sekunden vor Schluß gelang seinem türkischen Widersacher ein Fersendrehschlag zum Kopf, der allerdings nicht zur Auslösung der Sensoren führte. Durch Einspruch des türkischen Coachs sowie Video Replay wurden dem türkischen Athleten daraufhin aufgrund der ausgeführten Technik 5 Wertungspunkte zugesprochen, woraufhin dieser in Führung ging. Ob Kürze der verbleibenden Kampfzeit gelang es Vadim leider nicht mehr, dass Ruder herumzureißen und mußte seinem Gegner den Einzug ins Halbfinale überlassen und sich mit dem 5. Platz begnügen. Sicherlich ärgerlich, wäre der Gewinn der 2. und somit die kampfentscheidende 3. Runde, in der Vadim bei deutlich besserer Gesamtkondition die klare Option zum Sieg gehabt hätte, doch so greifend nah gewesen.
Wenngleich kein Edelmetall, dennoch wertvolle Erfahrungen für zukünftige Weltranglistenturniere der World Taekwondo in Warschau, Paris und Eindhoven in der 2. Jahreshälfte.